Mitteilungen

 

Unterstützte Organisationen – Allianzen

24. Juli 1994: Marsch und Gründung der Allianz COICO auf der prähispanischen archäologoschen Zone "Monte Alban" bei Oaxaca-Stadt.
24. Juli 1994: Marsch und Gründung der Allianz COICO auf der prähispanischen archäologoschen Zone "Monte Alban" bei Oaxaca-Stadt.

Die ersten Bündnisse von OIDHO

Schon seit Beginn arbeitet OIDHO mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen und gründete immer wieder neue Allianzen. 1994 rief OIDHO mit anderen Organisationen den "Rat der indianischen und bäuerlichen Organisationen in Oaxaca" - kurz COICO - ins Leben. Im Jahr 1997 wurde von OIDHO und vier weiteren Organisationen der Indianische Volksrat in Oaxaca - Ricardo Flores Magón - kurz CIPO-RFM - gegründet. Der Consejo Indígena Popular de Oaxaca - Ricardo Flores Magón, löste sich im Sommer 2001 aufgrund interner Konflikte bis auf eine kleine Gruppe auf, die bis heute unter dem Namen CIPO-RFM auftritt.

Das neue Bündnis: die Alianza Magonista Zapatista

Im selben Jahr noch entstand die Alianza Magonista Zapatista, die Magonistisch-Zapatistische Allianz - kurz AMZ. Auch das neue Bündnis beruft sich auf den oaxakenischen Sozialrevolutionär Flores Magón, sowie auf den Revolutionsführer Emiliano Zapata und die zapatistische Bewegung der EZLN in Chiapas. Die Gründungsorganisationen des AMZ sind neben OIDHO, FUDI (Frente Único en Defensa Indígena), COSIC (Consejo de Organizaciones Sociales Independientes de la Cuenca - Rat der unabhängigen sozialen Organisationen der Cuenca), die schon im CIPO-RFM vertreten waren. Neu hinzugekommen ist die Dorforganisation CODEDI-Xanica (Comité de Defensa de Derechos Indígenas - Komitee zur Verteidigung der indianischen Rechte - Xanica).
Ziel der AMZ ist es, sich gemeinsam gegen die herrschende Ungleichheit zu wehren und Konzepte für ein Machtverständnis aufzubauen, das von der Basis her lebt. Dadurch sollen die indianischen Völker, die sich durch die Globalisierung bedroht sehen, vor dem Verschwinden bewahrt werden.

COMPA - gegen die neoliberale Politik in Oaxaca

Strassenblockade der Allianz COMPA im Juli 2002 in Oaxaca-Stadt
Strassenblockade der Allianz COMPA im Juli 2002 in Oaxaca-Stadt

Seit Juni 2002 hat sich die AMZ mit weiteren Organisationen zur Coordinatora Oaxaqueña Magonista Popular Antineoliberal - kurz COMPA - zusammengeschlossen. Konkreter Anlass dafür war das Massaker von Agua Fría im Mai 2002 an 26 Bauern, in dessen Folge mehrere Mitglieder aus der Nachbargemeinde Teojomulco willkürlich verhaftet wurden.

Ziel dieses neuen großen Bündnisses ist es, Forderungen der einzelnen Organisationen durch eine breite Allianz im gesamten Bundesstaat Oaxaca durchzusetzen.

Die COMPA - übersetzt antineoliberale magonistische Volkskoordination in Oaxaca - besteht neben den Mitgliedern der AMZ aus CODEP (Comité de Defensa del Pueblo - Komitee zur Verteidigung des Volkes), der FCSS (Frente Civil de la Sierra Sur - Bürgerfront der südlichen Sierra), der UCP (Unión de Campesinos Pobres - Vereinigung der armen Bauern) und der UJRM (Unión de Jóvenes Revolucionarios de México - Vereinigung der revolutionären Jugendlichen Mexikos). CODEP und UCP sind marxistisch-leninistisch orientierte Organisationen. Die FCSS ist der Zusammenschluss des Dorfes Teojomulco, der sich zur Verteidigung der Dorfmitglieder gebildet hat, die in Folge des Massakers von Agua Fría willkürlich verhaftet wurden. In Teojomulco unterhält OIDHO eine Basisgruppe, die die Arbeit der Bürgerfront unterstützt.

COMPA richtet sich schon in ihrem Namen gegen die neoliberalen Interessen in- und ausländischer Investoren, die z.B. im Rahmen des Plans Puebla Panama (PPP) umgesetzt werden sollen. Dieses folgenreiche Abkommen der Regierungen von Mexiko bis Panama sieht vor, in den beteiligten zentralamerikanischen Ländern Ressourcen zu erschließen und Fabriken für den Weltmarkt aufzubauen. In Mexiko ist vom PPP vor allem der Süden betroffen und damit auch der südwestliche Bundesstaat Oaxaca. Die neoliberale Entwicklungslogik folgt vor allem kapitalistischen Interessen. Befürchtet wird dadurch eine weitere Destabilisierung der Region, eine Verschärfung der sozialen Konflikte, Enteignungen und Vertreibungen.

COMPA ist seit Sommer 2002 schon mehrfach in Oaxaca-Stadt durch Demonstration und Straßenblockaden aufgetreten.